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| Drei Namen, eine Stadt. Und wie viele Schicksale? Die Schlacht um Stalingrad, die Festung Stalingrad, der Kessel von Stalingrad. Hitler wollte diese Stadt. Die Stadt, die den Namen seines größten Widersachers trug. Die Stadt, die große Rüstungsbetriebe beherbergte und von der aus man die Schifffahrt auf der Wolga blockieren konnte. Für Hitler und für Stalin war das Schicksal dieser Stadt eine Prestigefrage. Gekämpft wurde mit allen Mitteln und um jedes einzelne Haus. Es gab keine Front, die man auf Landkarten herzeigen konnte. Um den Frontverlauf zeigen zu können, hätte man die Baupläne jedes einzelnen Hauses gebraucht. Die einen im Keller, die anderen in irgend einem der oberen Stockwerke. Niemand wusste, wer im Nachbarzimmer war. Freund oder Feind? Mit einem großen und weiträumigen Gegenangriff umzingelten die Sowjets Stalingrad und das umliegende Land.. Der deutsche Gegenangriff brachte der Festung Stalingrad nicht die erhoffte Befreiung. Im Gegenteil, immer weiter wurde die Front vom Kessel weggedrückt. Die Luftwaffe war nicht imstande, den dringend benötigten Nachschub in ausreichender Menge einzufliegen. Die Soldaten im Kessel kämpfte längst nicht mehr für den Endsieg. Sie kämpften um ihr Überleben. Aber nicht gegen die Sowjets, sondern gegen die eisige Kälte des Winters und gegen Unterernährung und Hungertod.
Three names, a city. |
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Weihnachten im Kessel Festung Stalingrad Noch einmal weihnachten feiern. die vielleicht letzten Weihnachten feiern. Die Soldaten improvisierten. Christbäume gab es nicht. Zwei Kerzen dort, wo eigentlich eine genügen sollte. Ein Bissen Brot, den man irgendwo ergattert hatte, war das größte Geschenk, dass man einem Kameraden machen konnte. Ein Mann hatte sich hingesetzt und mit Holzkohle auf die Rückseite einer russischen Landkarte das Bild einer Frau gemalt, die unter ihrem schützenden Mantel ein Kind hält und dieses betrachtet. Liebevoll, sorgenvoll? Der Mann: Dr. Kurt Reuber, Arzt, evangelischer Theologe, Künstler. Das Bild. bekannt geworden als die Stalingradmadonna. Dr. Kurt Reuber überlebte zwar den Kampf um Stalingrad, er starb aber 1944 in russischer Kriegsgefangenschaft im Lager Jelabuga. Die Madonna von Stalingrad überlebte ihn und kehrte heim nach Deutschland. Das Original in der Grösse von 105 * 80 Zentimeter hängt heute in Berlin in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Christmas in the fortress kettle Stalingrad |
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11. September 1988: Die feierliche Einweihung der renovierten Bründlkapelle und der Stalingradmadonna in Fronsburg. 11. September 1988: The solemn opening of the renovated Bruendlkapelle and the Stalingradmadonna in Fronsburg. |
Von Stalingrad nach Fronsburg in
Niederösterreich Fronsburg ist ein kleines Dorf bei Weitersfeld in Niederösterreich. Ein Schloss in Privatbesitz, nicht zu besichtigen. Und das Fronsburger Bründl. Seit langem schon hält der Kameradschaftsbund zum außerhalb des Ortes gelegenen Bründl jährlich im September eine Wallfahrt ab. Als krönender Abschluss für die Renovierung der Bründlkapelle sollte eine Stalingrad-Madonna geweiht werden. Während der Fronsburger Kameradschaftsbund auf der Suche nach einem Künstler war, der die Madonna von Stalingrad als Relief aus Holz schnitzen sollte, kopierte der gebürtige Riegersburger Edmund Zotter die Vorlage, um für sich selbst eine Madonna zu schnitzen.. Unterdessen gab es in Fronsburg ein paar Irrungen und Wirrungen, die die Ausführung des Vorhabens bedrohten, da der Termin der Einweihungen immer näher rückte. Unterdessen hing in einem Wiener Wohnzimmer die fertige, von Edmund Zotter im Badezimmer auf der Waschmaschine geschnitzte Stalingradmadonna an der Wand. Johann Walka, Ehrenobmann des Kameradschaftsbundes in Riegersburg, wusste sowohl von den Problemen in Fronsburg als auch von der fertigen Madonna in Wien. Da diese sehr gut gelungen war, obwohl es die erste derartige Schnitzarbeit seines Schwiegersohnes Edmund Zotter war, vermittelte er den Kontakt zwischen den beiden Parteien. Rasch wurde man sich handelseinig und die Stalingradmadonna übersiedelte aus dem Wohnzimmer in Wien nach Fronsburg. Und Edmund Zotter schnitzte im Badezimmer eine neue Madonna von Stalingrad. Aber das ist eine andere Geschichte.
From Stalingrad to Fronsburg in Niederoesterreich |
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Von Wien nach Baden bei Wien Eines schönen Tages machten meine Mutter und ich einen Ausflug nach Baden bei Wien. Nachdem wir das Auto abgestellt hatten, spazierten wir durch die uns unbekannte Stadt und gelangten dann zu einer Kirche, die wir neugierig betraten. Es dauerte nur wenige Augenblicke, dann waren wir zutiefst überrascht. Wohl hatten wir gewusst, dass irgendwo in einer Kirche in Baden die zweite von meinem Vater Edmund Zotter geschnitzte Stalingradmadonna hing, aber in welcher? War es der Zufall, der uns gerade zur Stephanskirche in Baden bei Wien geführt hatte, um über die altbekannte Stalingradmadonna zu stolpern. Auch sie war meinem Vater abgehandelt worden, um sie irgend einer Kirche zu stiften. Das hatte sich aber aus mir nicht bekannten Gründen zerschlagen und so hatte sie eben hier in Baden Quartier gefunden. Und mein Vater schnitzte danach wieder einmal auf der Waschmaschine eine Stalingradmadonna. Die Dritte. Und die hängt immer noch bei uns im Wohnzimmer an der Wand. Of Vienna after Baden near
Vienna |
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| ... und dann noch Felling in
Niederösterreich. An der Darstellung der Stalingradmadonna in Felling (Stadtgemeinde Hardegg an der Thaya, Niederösterreich) ist mein Vater unschuldig In Felling befindet sich die Pfarrkirche und der Friedhof für Mallersbach und Riegersburg, wo ich bei meinen Großeltern den Hauptteil meiner Ferienzeit und später meine Urlaube verbrachte. Hier hat vor ein paar Jahren eine Damenrunde zugestochen und eine großformatige Stalingradmadonna als Bild gestickt ... and still Felling in Lower Austria. |
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Langau in Niederösterreich Unweit von Felling und Fronsburg liegt Langau an der Tschechischen Grenze. Und auch dort gibt es eine Stalingradmadonna. Umgeben von Tafeln mit den Namen und Fotos der im 2. Weltkrieg gefallenen Langauern hängt sie in der Kapelle der Kirche von Langau.
Langau in Lower Austria |
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